in Storytelling

Im Rahmen von einem Marketing Community Meeting bei Microsoft habe ich einen virtuellen Vortrag beigesteuert zu Content Curation und Content Publishing auf LinkedIn + Medium.com.

Nachfolgend dazu ein Summary und die Slides zum Download.

Content Curation als Trend

Content Curation ist absolut nichts neues, es gibt nur jetzt eine Vielzahl von Startups/Medien/Journalisten/Bloggern die solche Formate exklusiv und in hoher Qualität betreiben. Unternehmen nutzen diesen Trend immer öfter um ihre Kanäle nicht nur mit eigenen Aktivitäten zu bespielen sondern lesenswerten Content aus dem Web anzureichern. Dabei genügt es ein paar einfache Fragestellungen zu beantworten:

  • Habe ich bzw. wo finde ich lesenswerten / teilenswerten Content
  • Ist meine Audience dafür offen / wissen meine Follower so etwas zu schätzen?
    • Als Zahnambulanz oder Schokoriegelhersteller macht das wahrscheinlich keinen Sinn
    • Es ist eher ein B2B Thema
  • Schaffe ich ein neues Format oder hänge ich mich an ein bestehendes Format an
    • zB in den bestehenden Blog oder Newsletter als regelmäßige Publikation ergänzen
  • Nutze ich eines der neuen Tools das Curation unterstützt und betreibe dort eine Präsenz
    • Die Plattformen sind derzeit noch sehr nischig, vor allem in unseren Breitengraden

Der Begriff des Curators kommt eigentlich aus der Kunstwelt – jemand sammelt über Jahre Werke und eröffnet seine Galerie oder kuratiert Ausstellungen. Der Begriff wurde für die Digital-Marketing-Welt schamlos übernommen und daraus wurde Content Curation.

Warum ist das jetzt ein Thema, oder warum wird es wichtiger?

Vortrag Rolf Mistelbacher Digital Storytelling

Eine Masse an Content wird auf verschiedensten Kanälen veröffentlicht – WordPress und Mailchimp sind nur 2 Beispiele mit eindrucksvollen Zahlen…

Die letzten Jahre wurde überall “Content Marketing” und “Digital Storytelling” gepredigt. Das machen soviele Unternehmen so hervorragend dass guter Content alleine nicht mehr reicht um herauszustechen. Deshalb ergänzen Unternehmen die eigenen Publikationen immer öfter mit lesenswerten Content aus der Branche, der mit eigener Einleitung durchgereicht wird.

Content auf Medium und LinkedIn publizieren

LinkedIn und Medium etablieren sich auch für Brands immer mehr als Content Plattformen. Beides sind sehr starke Plattformen für englischen B2B Content, aber das ändert sich die letzten beiden Jahre schon stark.

LinkedIn

LinkedIn Editor View

LinkedIn Editor View

Hat ein eigenes Editorial Team, das Content teilweise herausgreift und in redaktionell betreuten Channels veröffentlicht, zB “Meinungen und Macher“. Mit der LinkedIn Pulse App hat LinkedIn auch eine eigene App veröffentlicht für die Content-Konumsation, Diskussion etc. Autoren auf LinkedIn wird “gefolgt”, also lostgelöst von einer möglichen LinkedIn Kontaktanfrage bekomme ich regelmäßig Content von mir ausgewählten Kontakten.

Ein weiterer Ort für LinkedIn Content sind LinkedIn Groups, auch hier hat LinkedIn eine eigene App veröffentlicht.

Medium

Medium.com Editor View

Medium.com Editor View

Hat mit einigen neuen Funktionen Content Creators angezogen die eher als “fortgeschritten” bezeichnet werden können. Neuartiger, limitierter Editor, kein Unterschied zwischen Frontend und Backend sowie ein paar nette Funktionen im Community/Kommentier-Bereich haben der Plattform ein paar Eigenheiten verpasst die man anderswo suchen musste. Einen Namen hat sich die Plattform vor allem mit #Longreads gemacht. Also Geschichten die eine Lesedauer von 3 Minuten+ benötigen. Beiträge auf LinkedIn bleiben meistens bei der 2Minuten Regel.

Bei LinkedIn weiß man schon wie Geld verdient wird: Paid Profiles und Werbeanzeigen. Bei Medium steht die große Monetarisierung noch an. Im Augenblich scheint ein Variante zu sein Content Creators mit Brands zusammenzubekommen um “Branded Content” als Service anbieten zu können.

Die Auswertungsmöglichkeiten sind bei LinkedIn denen von Facebook sehr ähnlich, bieten aber eben die Möglichkeit das berufliche Profil der Liker/Commenter zu sehen bzw. zeigt LinkedIn auch ein Demographisches Profil, was ganz interessant sein kann für eine Feststellung wer den eigentlich seine Leser sind. Medium versucht mit der Metric “Read” und “Read Ratio” mehr als einen Views Count zu zeigen, was ein interessanter Ansatz ist.

2016: Aufgabe für B2B Content Producers

Massig viele Unternehmen produzieren guten Content. Es ist schwierig selbst wahrgenommen zu werden wenn nicht neue Plattformen evaluiert werden LinkedIn/Medium sind keineswegs neue Formate, aber 2 mit jeweils einer großen Community dahinter die es ermöglichen eine neue Leserschaft  aufzubauen. Wie bei jeder neuen Website, man startet bei 0 Views und Subscribers.

Beide Themen sind natürlich vielschichtiger, der Vortrag und Slides sind nur als Starterkit in die Materie gedacht.

→ Download der Präsentation (PDF, 12MB)

Artikel am FvR Blog zum Thema

Content Curation:

Learning:

Fresh van Root Services

Fresh van Root Services

 

Write a Comment

Comment