in Storytelling

Eine klassische Anforderung bei der Umsetzung von Online-Marketing Projekten sind Landing Pages. Möglichkeiten diese umzusetzen gibt es viele. Services wie Unbounce (“Landing Pages without I.T.”) oder Launchrock (“Fastest way to acquire customers”) haben sich darauf spezialisiert das erstellen, verwalten, auswerten und hosten von Landing Pages zu simplifizieren. Digitalmarketer die Erfahrung im Umgang mit CMS haben können mit diesen Tools schnell ihre eigene Landing Page erstellen ohne gleich einen Designer oder Programmierer hinzuziehen zu müssen. Neben den genannten kostenpflichtigen Tools ist WordPress eine beliebte Plattform für Landing Pages.

Für WordPress, dem am meisten eingesetzten Content Management System, stehen alleine auf Themeforest hunderte Themes zur Verfügung, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden. Das Problem mit diesen Themes ist oft dass sie genau einen Zweck perfekt abbilden. Wer von der vorgeschlagenen Struktur und Design des Kaufthemes abweichen will stoßt schnell an die Grenzen.

Layers for WordPress ist ein neuer Ansatz in diesem Bereich. Das Set Up von Landing Pages auf WordPress soll es nochmals radikal vereinfachen, in dem es den gewohnten WordPress Editor für die Anpassung nutzt anstatt einen eigenen Editor zu installieren. Gleichzeitig soll eine höhere Flexibilität gegenüber Kauf-Themes erreicht werden. Ich habe Layers bereits für ein paar kleinere Projekte eingesetzt und bin mit den Möglichkeiten und erreichtem Ergebnis soweit zufrieden.

Vorstellung Layers for WordPress

Installation

Layers ist kostenlos als Download verfügbar und wird wie jedes andere Theme in WordPress installiert. Nach der Installation findet sich ein neues Menüeintrag der die Erstellung von Seiten und Konfiguration erlaubt. Layers wird als Theme installiert, d.h. es kann nicht dazu verwendet werden bestehende WordPress Sites um die Landing Page Funktion zu ergänzen, da klarerweise in WordPress immer nur ein Theme aktiv geschalten sein kann. Wer bspw. eine Corporate Page oder Blog mit WordPress betreibt muss für Layers eine eigene WordPress Site in ein Unterverzeichnis, Subdomain oder neue Domain installieren.

Screenshot from 2015-12-09 10:32:34

 

Aufbau von Landing Pages mit Layers

Den Aufbau einer simplen Landing Page mit Layers erkläre ich anhand von Story.24now.co, die mit Layers erstellt ist.

Nach der Installation von Layers wird die Seite über Add  New Page im Layers Menü angelegt. Es kann aus 7 Vorlagen gewählt werden oder mit einer Blank page begonnen werden.

Screenshot from 2015-12-09 10:42:27

Nach dem Anlegen der Seite gelangt man direkt in den Editor für die Page. Anders als bei den Kauftemplates basiert der Editor von Layers auf dem in WordPress verwendeten Editor für Design-Anpassungen (“Customize” Option in WordPress).

Aufbau der Layers Page

Die Struktur der Landing Page wird in Layers mit Widgets aufgebaut. Ein Klick auf Homepage bringt den Auswahlscreen zum Vorschein. Widgets werden untereinander angeordnet und geben damit die Struktur der Landing Page vor.

Layers kommt mit 4 speziellen Widgets. Jedes Widget stellt einen Abschnitt der Website dar. Die Anordnung von Widgets in Spalten ist nicht möglich.

Slider: Das am meisten verwendete Widget ist das Slider Widget, das die Präsentation von Content mit Hintergrundbild, Beschreibungstext und Call 2 Action Link ermöglicht. Ein Slide stellt eine Funktion, Vorteil, Eigenschaft von einem Produkt oder Dienstleistung vor.

Content Widget

Das Content Widget erlaubt die Anordnung von Content in mehreren Spalten. Jede Spalte kann mit Text, Bild, Call2Action Link versehen werden.

Das Posts Widget erlaubt die Anzeige von Blogposts. Dabei können klassische Parameter wie Anzahl, Kategorie, Autor etc. festgelegt werden.

Das Contact Widget zeigt eine Google Map und ein kleines Kontaktformular an. Das Formular muss jedoch separat erstellt werden. (Kostenlos Contact Form 7 oder kostenpflichtig Gravityforms).

layers wp contact widget

Seitenstruktur bei WordPress Seiten mit Layers

Ob eine oder meherere Seiten mit Layers in einer WordPress Installation angelegt werden ist völlig freigestellt. Es muss eine Seite als “Homepage” definiert sein. Aber die Verlinkung untereinander ist klassisch über WordPress Menüs möglich. So lassen sich Kampagnenpages mit mehreren Unterseiten ebenfalls mit Layers gestalten. Jede Seite wird dabei über das Layers Menü erstellt und anschließend im Menü oder Call2Action Feldern in den Layers Widgets verlinkt.

Die Unterscheidungsmerkmale zu klassischen Themes:

  • In Layers wird der Content direkt über den Theme Editor eingepflegt, das ist anfänglich gewöhnungsbedürftig.
  • Das frei verfügbare Layers WP ist sehr schnell installiert, und eine erste Version der Landing Page (bei vorhandensein des Content) ist in einer Stunde erstellt.
  • Bei vielen Kauf-Themes müssen noch einige Plugins zusätzlich installieren werden um die “verkaufte” Funktionsvielfalt zu erreichen, Layers benötigt keine Plugins!
  • Einschränkungen: Layers WP ist geeignet für Landing-, Campaign-, Call2Action-, etc. Pages. Wer zusätzlich mit Layers auch eine Corproate Website (5+ Seiten) und ein Blog damit abbilden will, wird damit nicht glücklich. Das häufige Editieren und Anpassen von Texten ist in Layers mühsam.

Der Hersteller von Layers ist Obox, ein bereits bekannter WordPress Theme Hersteller. Layers ist jetzt sowas wie das Kernprodukt von Obox (mein Eindruck). Rund um das frei verwendbare Layers Theme bietet Obox kostenpflichtige Themes (nicht nur von Obox selbst) und Extensions an (die ich bisher nicht in Anspruch genommen habe). Technisch versierte können natürlich tiefergehende Anpassungen vornehmen, dafür steht eine Developer Documentation zur Verfügung.

Ausprobieren ohne zu installieren

Wer keine WordPress Installation zur Verfügung hat aber Layers ausprobieren will kann die offizielle Demo-Umgebung nutzen um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

Fazit

Layers ist eine sehr einfache Möglichkeit für Digital-Marketer ohne technische Skills Landing Pages zu erstellen die auch noch ansprechend aussehen. Wer mit den vorgefertigten Optionen und Contentblöcken ein auskommen findet kann eine erste Version einer Landingpage in einer Stunde erstellen (vorausgesetzt das Know How für WordPress ist vorhanden), und das wirklich ohne Coding Skills (auch ohne HTML oder CSS). Die Migration aus einer anderen WordPress Installation kann sich unter Umständen schwierig gestalten da der Content direkt im Theme Editor eingepflegt wird anstatt in klassische WordPress-Seiten oder -Beiträge. Layers ist mehr Framework als Theme: Ein mächtiges Werkzeug von dem in diesem Beitrag nur die absoluten Basics vorgestellt wurden.

Wer mehr Flexibilität braucht und neben einer Landinpage noch viele andere Fälle auf einer WordPress Installation abdecken will ist wahrscheinlich besser beraten sich in ein umfangreiches WordPress Theme wie Enfold einzuarbeiten.

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