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Rich-Webdesign & Content-Experience bei Medienhäusern

planet money makes tshirt

Medienhäuser sind gewzungen online zu experimentieren und neue Dinge auszuprobieren, dabei geht es nicht nur um Arten der verschiedenen Bezahlmodelle sondern auch um die Vermittlung von Inhalten abseits des klassischen Artikelformats mit Text und Bild.

Eines der ersten Projekte das sehr große Aufmerksamkeit bekam war Snowfall der New York Times. Alle haben gestaunt und den Link darauf geteilt, wird das die Zukunft sein? Mittlerweile kann die Antwort gegeben werden: Fast jede große Mediensite im Netz hat sein eigenes Snowfall.

Erwähnenswert ist Planet Money Makes A T-Shirt vom National Public Radio. Gestartet als Kickstarter Projekt mit dem Ziel 50.000 $ einzusammeln kamen ganze 600.000 $ zusammen. Das Ziel: Die Produktion eines T-Shirts lückenlos aufzuzeichnen, jeden Lieferanten besuchen und den Weg des Geldes und der Rohstoffe genauestens zu verfolgen. Ein Recherche-Team wurde auf Mission geschickt und hat alle involvierten Länder besucht. Der produzierte Content wurde auf einer interaktiven minimalitisch gehaltenen Site online gestellt. Hier passt alles zusammen: Toller Content vorab finanziert perfekt aufbereitet liefert Wissen über die T-Shirt Produktion – und für die Unterstützer auf Kickstarter das T-Shirt selbst auch. Wer es noch nicht gesehen hat sollte sich 20 Minuten Zeit nehmen.

Weitere Projekte: Guardian, Spiegel Online, Kurier

rescue from antarctica

Auch der Guardian, bekannt als ein experimentierfreudiges Online-Medium, hat seine Snowfall artigen Projekt längst umgesetzt. Eines der letzten ist Rescue from Antarctica. Eine Reportage über das im Eis der Antarktis eingeschlossene Schiff. Aufbereitet mit Text, Bildern, Videos, Vine-artige Kurzvideos, Kartenmaterial etc.

sotschi

Der Spiegel hat im Rahmen der olympischen Spiele in Sotschi ein großes Special dazu gebastelt: Die Reise nach Sotschi.

freizeitat

Auch in Österreich gibt es ein Projekt bei dem gleich die ganze Site nach Snowfall & Co gestaltet wurde: Das Freizeitmagazin vom Kurier wurde online gebracht und bedient sich neuester Designtrends. Die Besonderheit an diesem Projekt ist dass alles dynamisch über ein Content Management System befüllt werden kann. Anders als viele der ersteren Projekte, die noch mühsam in Einzelarbeit erstellt wurden.

Ein Effekt der fast von all diesen Projekten im Webdesign Bestandteil ist: Parallax Scrolling. Dabei werden verwendete Bilder in verschiedenen Layern auf Websites eingebunden. Beim Scrollen werden bie Bilder in verschiedenen Geschwindigkeiten bewegt und erzeugen dabei eine frische Perspektive. Der Effekt ist schon einige Zeit im Web zu sehen aber hatte 2013 seinen Durchbruch. Eine Liste von Websites die den Parallax Scrolling verwenden.

2014 bleibt spannend. Nicht nur der Inhalt muss passen sondern das Gewand in dem dieser präsentiert wird. Der Leser darf sich auf immer aufwändiger gestaltete Specials freuen und sollte sich an darauf einstellen soviel zu scrollen wie noch nie.

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